Goldene 20er? Die Weimarer Republik in der Provinz

1923 gilt als Schreckens- und Wendejahr: Nach dem verlorenen Weltkrieg und dem Wüten der Spanischen Grippe erschütterten Hyperinflation und „Hitlerputsch“ die junge Republik in ihren Grundfesten. Der überstandenen Krise folgte ein wirtschaftlicher Aufschwung und eine unvergleichlich kulturelle Blüte. Am Ende stehen Börsencrash, politische Lagerbildung und schließlich die „Machtüberlassung“ an die Nationalsozialisten.

Der Erste Weltkrieg wirkte wie ein Katalysator, der begonnene Prozesse in den 1920ern beschleunigte: Gesellschaftlich etwa die Emanzipation der Frauen, wirtschaftlich die Entstehung einer konsumorientierten Dienstleistungsgesellschaft, in Literatur und den darstellenden Künsten vollkommen neue Ausdrucksformen und in der Politik die Mobilisierung des „radikalisierten Mittelstands“.

Wie gestaltete sich die kurze Phase der Weimarer Republik in der Provinz? Wie reagierte eine kleinstädtische Bevölkerung im Schatten der „Hauptstadt der Bewegung“ auf die große Politik?: „Babylon Bruck“ oder verschlafene Provinz?

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