Leben in Bruck um 1900

Neuer Auftakt!

Die Familie Miller hat als prominente Vertreter des Fürstenfeldbrucker Bürgertums nun in die Dauerausstellung Einzug gehalten. Im Mittelpunkt stehen bedeutende Originale, die Fürstenfeldbruck mit der Geschichte der berühmten Familie verknüpfen. Der Erzgießer Ferdinand von Miller, sein Bruder Johann Baptist Miller, innovationsfreudiger Bürgermeister, und der Elektropionier Oskar von Miller sind die Protagonisten dieser Sequenz.

Porträts von Kindern und Erwachsenen, einfachen Menschen und bürgerlichen Damen und Herren bieten einen Einblick in die Fürstenfeldbrucker Gesellschaft um 1900. Die prägte neben den Beamten und Angestellten der in der Marktgemeinde ansässigen Staatsbehörden vor allem das Handwerksbürgertum.
Da Industriebetriebe fehlten, bestand nur ein kleiner Teil der Bevölkerung aus Arbeitern. Die Oberschicht bildeten leitende Beamte, Juristen, Ärzte, Apotheker, Offiziere und Künstler.

Die Gemälde und Fotografien von Brucker Malern und Fotografen weisen auf die wichtige Rolle des Porträts. Mehr zum Thema kann man auf einem übersichtlichen Touchscreen erfahren.

 

Pflichten des Alltags

Strenge, gesellschaftliche Vorschriften regelten den Alltag mit seinen Pflichten. Der Mann, unangefochtenes Oberhaupt der Familie, sicherte den Lebensunterhalt. Als wichtigste Pflicht der Frau galt es, für zahlreiche Nachkommen zu sorgen und den Haushalt zu führen. Den Alltag der Kinder bestimmten Schule und häusliche Pflichten, in ärmeren Familien aber auch regelmäßige Arbeit.


Feiertag und Feierabend

Sonn- und Feiertage waren geprägt durch selbstverständliche religiöse Pflichten. Man nützte sie jedoch auch für Ausflüge, Wirtshausbesuche, Tanz und andere populäre Freizeitvergnügen. Den Feierabend verbrachten die Bürger meist daheim im Kreise der Familie. Einen Teil ihrer freien Zeit widmeten sie dem lebhaften Vereinsleben und gesellschaftlichen Veranstaltungen.


Alltag im Krieg

Der Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 veränderte auch das Leben in Bruck entscheidend. Es war nun vor allem geprägt von Ängsten um die Angehörigen im Feld, von Mangel und Not. Frauen füllten die Lücken, die durch den Kriegseinsatz der Männer entstanden. Sie sorgten für den Familienunterhalt, führten Betriebe und arbeiteten in vielen Positionen des öffentlichen Lebens.

Fürstenfeld-App

Android App bei Google Play Laden im App Store
Zusatzinfos, Kinderführung, Entdeckungstour u.v.m.
Alle Infos zur kostenlosen App
VOILA_REP_ID=C1257DCD:00510A60