Seelenzopf und rauhe Nächte

Der Nikolausbesuch am Abend des fünften Dezember, die Bescherung unter dem festlich geschmückten Baum an Weihnachten, die Knallerei in der Silvesternacht und das Verstecken von bunten Eiern und Schokoladenhasen an Ostern sind bekannte und heute noch gepflegte Bräuche. Warum aber wurde in der Thomasnacht der Strohsack getreten? Was half in den Rauhnächten gegen dunkle Mächte, die als „Wilde Jagd“ übers Land zogen? Was hat man sich vorzustellen unter dem „Löseln“ oder dem „Kindeln“ am Tag der Unschuldigen Kinder oder unter dem „Frauentragen“?
Viele der eigenwilligen Bräuche sind Ausdruck eines alten religiösen Volksglaubens, der sich in der dunklen Jahreszeit häufig mit der Sehnsucht nach Licht verband. Vor allem bäuerliche Bräuche sind seit den beiden Weltkriegen in Vergessenheit geraten. Ihr ritueller Charakter ergibt für die meisten Menschen heute keinen Sinn mehr. Andere wiederum sind lebendiger denn je und werden in zahlreichen Variationen und mit veränderter Sinngebung weiter gepflegt und ausgebaut.


Mit Heiligenfiguren und Gemälden, Grafiken und Fotos und mit zahlreichen volkskundlichen Objekten schildert die Ausstellung Erscheinungsformen, Traditionen, Wandlungen und Funktionen alter und neuer Bräuche.

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